Immobilien und Wohnungen

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PostPosted: 2002-02-13 13:03:25
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Joined: 2002-02-13 13:03:25
Hallo Leute, guten Tag,
genug, an Miete bezahlten wir in 4,5 Jahren etwa 70 000.-DM.
Nun bekamen wir eine Kündigung wegen Eigenbedarf.
Nochmals in Miete nein danke.
Aber wie bekommen wir (Familie 3 Kids) ohne Eigenkapital das auf die
Reihe, dazu kommt noch ohne Job, zwegs Umschulung.?
mfg
Gilbert


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PostPosted: 2002-02-13 13:27:25
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Joined: 2002-02-13 13:27:25
Lotto?
Ansonsten: Vorher einen solventen Bürgen finden u. zur Bank zwecks
Kreditaufnahme. Natürlich kann man auch zu 100% fremdfinanzieren, wenn
entsprechend Sicherheiten vorhanden sind.
Grüße
M.
On Wed, 13 Feb 2002 13:03:25 +0100, Gilbert <i...@chss.de> wrote:
>Hallo Leute, guten Tag,
>genug, an Miete bezahlten wir in 4,5 Jahren etwa 70 000.-DM.
>Nun bekamen wir eine Kündigung wegen Eigenbedarf.
>Nochmals in Miete nein danke.
>Aber wie bekommen wir (Familie 3 Kids) ohne Eigenkapital das auf die
>Reihe, dazu kommt noch ohne Job, zwegs Umschulung.?
>mfg
>Gilbert

--
http://www.logies.de/ (u. a. _die_ Mailingliste für die Dentalbranche)
PGP-key (RSA/IDEA) kommt mit angeforderter Empfangsbestätigung (return
receipt)


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PostPosted: 2002-02-13 14:21:17
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Joined: 2002-02-13 14:21:17
Gilbert wrote:
> Hallo Leute, guten Tag,
> genug, an Miete bezahlten wir in 4,5 Jahren etwa 70 000.-DM.
> Nun bekamen wir eine Kündigung wegen Eigenbedarf.
> Nochmals in Miete nein danke.
> Aber wie bekommen wir (Familie 3 Kids) ohne Eigenkapital das auf die
> Reihe, dazu kommt noch ohne Job, zwegs Umschulung.?
> mfg
> Gilbert

Wenn Du nicht auch Dein ganzes Geld am Roulette-Tisch setzen
würdest würde ich Dir raten: Laß die Finger davon! Eine
Finanzierung ganz ohne Eigenkapital ist zwar im Prinzip möglich,
aber a) hängt das doch sehr vom Einzelfall (persönliche
finanzielle Verhältnisse, Kaufobjekt, ...) ab und b) ist das auf
jeden Fall sehr teuer (der zu zahlende Zinssatz steigt deutlich
überproportional mit dem Anwachsen der Beleihungsgrenze). Und
willst Du es (mit Familie!) wirklich auf eine Zwangsversteigerung
ankommen lassen (weil Du Dich mit der finanziellen Belastung
übernommen hast), willst Du wirklich die nächsten Jahrzehnte auf
Urlaub etc. verzichten bloß um ein Eigenheim zu haben? Etc. pp.
Außerdem solltest Du vielleicht einfach mal <http://www.google.de>;
oder <http://groups.google.com>; anwerfen und nach dort nach
entsprechenden Infos suchen lassen (im Newsarchiv kannst Du die
Suche z. B. auch nur auf diese Gruppe einschränken). Du wirst dann
wahrscheinlich relativ schnell auf Renditeberechnungen stossen,
die eine selbstgenutzte Immobilie auf einmal als gar nicht mehr so
lukrativ darstellen. Die wahrscheinlich mit Immobilien erzielbare
Rendite ist (ebenso wahrscheinlich, in die Zukunft sehen kann halt
keiner) bei einem guten Aktienfonds angeblich höher (parallele
Mietbelastung bei gleichem Gesamtfinanzaufwand schon
berücksichtigt!)...
Einen Vorteil hat eine selbstgenutzte Immobilie zwar: Man wohnt in
den eigenen vier Wänden, aber das ist rein psychologisch und dafür
kannst Du Dir nix kaufen...
Grüße,
Michael
--
Ich lese die Newsgroups in denen ich poste, daher bitte auf meine
Postings hier in der Gruppe antworten! Ich werde keine Mails mit
gruppenbezogenem Inhalt mehr beantworten.


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PostPosted: 2002-02-13 15:51:25
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Joined: 2002-02-13 15:51:25
Gilbert <i...@chss.de> wrote in message
<
1% Tilgung eine Belastung von 16450 EURO im Jahr. Abzüglich
Eigenheimförderung (bei Altbauten jährlich max. 1.278 EUR plus 3x
Kinderzulage = 2301 EUR in den ersten acht Jahren) bleiben noch 12.800
EUR Belastung , also 1070 EUR im Monat.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ihr zahlt dann in den ersten 4,5
Jahren allein an Zinsen gut 50.000 EUR.
Auch wenn von vielen, die daran verdienen, suggeriert wird,
Eigenheimbesitz gehöre zu den Grundrechten ("Ein Haus zu bauen liegt
in der Natur des Menschen ..." etc.), ist dem nicht so.
Grüße, Harald


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PostPosted: 2002-02-13 17:48:31
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Joined: 2002-02-13 17:48:31
"Gilbert" <i...@chss.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C6A560D.3090305@chss.de...
Hallo Gilbert,
> genug, an Miete bezahlten wir in 4,5 Jahren etwa 70 000.-DM.
> Nun bekamen wir eine Kündigung wegen Eigenbedarf.
> Nochmals in Miete nein danke.

hmm, 1.300 DM Miete p.m.? Du meinst bestimmt Bruttomiete?
Um sich einmal eine Waage vorzustellen, dann musste Du in die eine
Waagschale die "Netto/Kaltmiete" werfen mit einer prognostizierten
Erhöhung der Kaltmiete und in die andere wirfst Du die
Anschaffungskosten, Finanzierungskosten, abschätzbare
Erhaltungsaufwendungen (evtl. dazugehörende Finanzierungskosten, man
kann auch Rückstellungen bilden), um die Sache noch etwas genauer hin zu
bekommen sollte man da wo es sinnvoll ist mit den Barwerten rechnen;
dann kannst Du sehen, ab wann sich der Kauf einer ETW rentiert. Wirst Du
so alt?
Bei einer Rentabilitätsberechnung von so manchem ETW-Verkäufer, oder
Vermögens(be/verb)rater, werden des öfteren einige Aspekte falsch
dargestellt oder ganz einfach weggelassen. Also selbst ausrechnen, oder
sich von einem, der sich in der Materie auskennt und vor allem
unabhängig ist, ausrechnen lassen.
> Aber wie bekommen wir (Familie 3 Kids) ohne Eigenkapital das auf die
> Reihe, dazu kommt noch ohne Job, zwegs Umschulung.?

Mit dieser Konstellation IMHO überhaupt nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter


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PostPosted: 2002-02-13 20:27:22
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>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ursprüngliche Nachricht
<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 13.02.2002, 18:54:54, schrieb Carsten Neumann
<Carsten.Neum...@T-Online.de> zum Thema Re: Eigenheim, ohne
Eigenkapital:
> Gibt es wirklich Leute mit diesen Bedingungen, die ernsthaft an
> Immobilienerwerb denken? Gut, es gibt immer wieder
> Zwangsversteigerungen, weil sich jemand übernommen hat. Aber das
> sollte doch hauptsächlich durch so plötzliche / ungeplante Dinge wie
> Jobverlust, Krankheit, Unfall verursacht werden.

Ca. 50.000 mal im Jahr? Soviel ZV'en sind's in etwa.
Grüße aus Bielefeld
Peter Edinger
pe...@edinger.org
im Vorstand des
Bundesverband Finanz-Planer e.V.
Verband der unabhängigen Finanz-Experten (BFP)
www.bundesverband-finanz-planer.de


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PostPosted: 2002-02-13 23:21:11
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Joined: 2002-02-13 23:21:11
Carsten Neumann schrieb:
> Gibt es wirklich Leute mit diesen Bedingungen, die ernsthaft an
> Immobilienerwerb denken? Gut, es gibt immer wieder
> Zwangsversteigerungen, weil sich jemand übernommen hat. Aber das
> sollte doch hauptsächlich durch so plötzliche / ungeplante Dinge wie
> Jobverlust, Krankheit, Unfall verursacht werden.

Beim Gedanken an Wohneigentum setzt bei vielen leider der Verstand aus.
Ich schätze mal, dass viele Häuslebauer Ihre Verträge garnicht richtig
kennen und zum Beispiel nach fünf Jahren überrascht sind, dass für den
SAB-Kredit dann der Marktzins gilt-für viele Zwangsversteigerungen passt
das vom Alter der Objekte her. Mancher dürften erschrecken, wieviel vom
Kredit bei der üblichen 1%-Tilgung noch übrig ist. Wer bis dorthin schon
bei subventionierten Zinsen zu kämpfen hatte ist spätestens hier k.o.
Solche Dinge wie Pleite des Bauträgers, mangelnde Bauüberwachung und
damit verbundene Folgekosten oder die Möglichkeiten diverser kommunaler
Anliegerbeiträge, die später ganz spontan kommen können, tun ihr übriges
um die Finanzierung überzustrapazieren.
> Aber das jemand quasi ohne alles eine Immobilie kaufen will, das gibt
> es doch nicht, oder?

Oder! Es scheint genug Leute zu geben, die glauben mit 700 Euro im Monat
einen Kredit über 150000 Euro zu tilgen. Dass sie in Wirklichkeit fast
nur Zinsen zahlen scheinen viele überhaupt nicht zu wissen.
Wenn ich mir die Werbung diverser Bauträger ansehe wird immer wieder mit
solchen Kamikazefinanzierungen mit 10 TEuro EK geworben. Dazu die
beliebten Förderkredite der Länder mit minimaler Tilgung, Baukindergeld
etc. und schon kann sich jeder Wohneigentum leisten. Es ist IMHO nur eine
Frage, wie es verkauft wird. Dass bei solchen Modellen spätestens zum
Rentenbeginn nebenbei 100-120TEuro zur Tilgung der Restschuld zur
Verfügung stehen sollten wird ganz dezent weggelassen.
Ich kenne jemanden,der mit 15TDM EK gebaut hat-der war nach dem Einzug
auf die ESt-Erstattung angewiesen, um die Bude einzuräumen. Solche Fälle
lassen mich doch stark am Sinn von Wohneigentum zweifeln. Meiner Meinung
nach sollte man, abgesehen von einen Drittel EK, monatlich genug Luft
haben um die Finanzierung ohne größere Einschränkungen des Lebensstils
bedienen zu können. Es passieren genug unvorhergesehene Dinge, die ganz
nebenbei bezahlt werden wollen ob dies nun Reparaturen am Haus sind oder
das Auto ersetzt werden muss um den Einkommenserwerb zu sichern. Daher
halte ich Finanzierungsmodelle ohne EK, welche selbst das Kindergeld bis
zum letzten Euro zur Finanzierung einplanen schlicht für Dummenfang.
CU Sören


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PostPosted: 2002-02-15 10:30:14
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Joined: 2002-02-15 10:30:14
>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ursprüngliche Nachricht
<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 15.02.2002, 01:17:37, schrieb Carsten Neumann
<Carsten.Neum...@T-Online.de> zum Thema Re: Eigenheim, ohne
Eigenkapital:
> On Wed, 13 Feb 2002 19:27:22 GMT, Peter Edinger wrote:
> > Ca. 50.000 mal im Jahr? Soviel ZV'en sind's in etwa.
> In echt, so viel?

In echt, so viel!
Grüße aus Bielefeld
Peter Edinger
pe...@edinger.org
im Vorstand des
Bundesverband Finanz-Planer e.V.
Verband der unabhängigen Finanz-Experten (BFP)
www.bundesverband-finanz-planer.de


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