Immobilien und Wohnungen

Immobilien und Wohnungen
It is currently January 7, 2009, 6:21 pm

All times are UTC





Post new topic Reply to topic  [ 8 posts ] 
Author Message
PostPosted: 1998-03-04 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-04 00:00:00
Hallo Leute,
ich möchte meine Heizung im Keller erweitern, die z.Zt. in gschweißten
Stahlrohren ausgeführt ist (Baujahr ca. 1960!). Ich habe mich nun
schon fast durchgerungen, die ganze Verrohrung neu zu machen, da die
Rohre ca. 30 cm unterhalb der Decke angebracht sind.
Frage: In meiner Firma wird Cu Rohr für gasdichte Anlagen
(Kälteanlagen) eingesetzt, i.d.R. Hartlötung? Kann dieses Rohrmaterial
auch für Heizungszwecke bzw. Warmwasser eingesetzt werden?
Frank


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-04 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-04 00:00:00
Dr. Frank Rinne wrote:
> Frage: In meiner Firma wird Cu Rohr für gasdichte Anlagen
> (Kälteanlagen) eingesetzt, i.d.R. Hartlötung? Kann dieses Rohrmaterial
> auch für Heizungszwecke bzw. Warmwasser eingesetzt werden?

Problemlos, Weichloetung reicht.
Aber Vorsicht. Kein Mix aus Stahl- und Cu-Rohren.
Ralf Reske


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-04 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-04 00:00:00
Ralf Reske schrieb:
> Dr. Frank Rinne wrote:
> > Frage: In meiner Firma wird Cu Rohr für gasdichte Anlagen
> > (Kälteanlagen) eingesetzt, i.d.R. Hartlötung? Kann dieses
Rohrmaterial
> > auch für Heizungszwecke bzw. Warmwasser eingesetzt werden?
> Problemlos, Weichloetung reicht.

Stimmt! Berstdruck einer 22x1mm Cu-Rohr Probe mit weichgelöteten
Fittings: 280 bar (das Rohr, nicht die Lötstelle!)
Für die Heizung ist Kupfer wohl Standard. In Gegenden mit saurem
Trinkwasser ist Cu- Rohr nicht zu empfehlen. (Kupferionen im
Trinkwasser)
 > Aber Vorsicht. Kein Mix aus Stahl- und Cu-Rohren.
Etwas pauschal was?!
Kessel und Heizkörper sind auch aus Stahl. Das macht deswegen nichts
weil dem Heizwasser durch erhitzen der ganze gelöste Sauerstoff
ausgetrieben wird. Daduch wird (wer weiß wie?) wohl die elektrochemische
Korrosion unterbunden.
Auch beim Trinkwasser gilt: In Fließrichtung kein Stahl (unedleres
Metall) hinter Kupfer (edleres Metall). Umgekehrt macht das nix!
Beim Weichlöten: Die Lötstelle mit dem Bunsenbrenner nur bis zum
Schmelzpunkt des Lotes erhitzen, nicht darüber!
(Wird bestimmt häufig falschgemacht!)
Rohre absägen(Stichsäge) und innen entgraten! (Entgraten geht am besten
mit der kleinen Klinge des Taschenmessers)
Die üblichen Rohrabschneider
hinterlassen einen zu starken Grat hinter dem sich Wirbel bilden,
was zu Ablagerungen mit möglicher Korrossionsgefahr hinter dem Grat
führen kann.(Mein Heizungsingeneur)
Hier noch Link:
http://www.kupfer.org/  Vom DKI gibts auch Merkblätter:
Fachgerechte Kupferinstallation etc.
Christoph


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-04 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-04 00:00:00
Christoph Ensslin wrote:
> Stimmt! Berstdruck einer 22x1mm Cu-Rohr Probe mit weichgelöteten
> Fittings: 280 bar (das Rohr, nicht die Lötstelle!)

Ein gute Loet/Schweissverbindung ist stabiler als das Grundmaterial.
> Etwas pauschal was?!

Wollte Dir die Gelegenheit geben das richtig und ausfuehrlich zu
erlaeutern.:-) War eigentlich nur als kurzer Hinweis gedacht sich
um die Problematik zu kuemmern.
> Kessel und Heizkörper sind auch aus Stahl.

Sollten sogar aus Edelstahl sein.
> Beim Weichlöten: Die Lötstelle mit dem Bunsenbrenner nur bis zum
> Schmelzpunkt des Lotes erhitzen, nicht darüber!
> (Wird bestimmt häufig falschgemacht!)

Hier sei vor dem Fliessmittel Loetfett gewarnt. Besser ist man ver-
wendet die graue Loetpaste. Da zeigt die optische Veraenderung,
silbriges Glaenzen, den richtigen Punkt gut an.
> Rohre absägen(Stichsäge) und innen entgraten! (Entgraten geht am besten

> mit der kleinen Klinge des Taschenmessers)
> Die üblichen Rohrabschneider
> hinterlassen einen zu starken Grat hinter dem sich Wirbel bilden,
> was zu Ablagerungen mit möglicher Korrossionsgefahr hinter dem Grat
> führen kann.(Mein Heizungsingeneur)

An den Rohrschneidern mit Griff ist so ein Entgratungstool integriert.
Ansonsten ist das ruhige, genaue, fast pingelige Arbeiten da A und O.
Irgendwie sieht man einer Loetstelle auch an, ob sie was taugt.
Ralf Reske


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-04 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-04 00:00:00
Ralf Reske wrote:
> Dr. Frank Rinne wrote:
> > auch für Heizungszwecke bzw. Warmwasser eingesetzt werden?
> Aber Vorsicht. Kein Mix aus Stahl- und Cu-Rohren.

[unverlangt eingesandt:]
bevor die Frage "warum" kommt, hier die Antwort:
Das hat was mit der "chemischen Spannungsreihe" zu tun. Die
unterschiedliche Position der beiden Stoffe (Eisen/Kupfer)
fuehrt zu einer elektrochemischem Ionenwanderung, bei der das
unedlere (Eisen) "verbraucht" wird. Folge : irgendwann ist ein Loch
im Eisen (bildlich gesprochen)
(der Herr Buergi aus Leimen würde das jetzt irreführenderweise
"Lochfrass" nennen).....
Gruß, Stephan


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-05 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-05 00:00:00
Am 04.03.98 fackelte _reske_ (Ralf Reske) nicht lange
und schrieb dies:
Hallo Ralf,
> Ansonsten ist das ruhige, genaue, fast pingelige Arbeiten
> da A und O. Irgendwie sieht man einer Loetstelle auch an,
> ob sie was taugt.

Das kann ich nur *unterschreiben*.
Ich habe es noch gelernt, Bleimuffen zu löten. Unser  
Ausbilder sah immer sofort, ob eine Muffe dicht war oder  
nicht ...
--
mfg   Sebastian         ** PGP-Key Request per EB **
Am 18.12.1997 wurden die letzten beiden analogen
Vermittlungsstellen in Deutschland abgeschaltet.


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-05 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-05 00:00:00
Hallo Ralf,
Ralf Reske schrieb
> Hier sei vor dem Fliessmittel Loetfett gewarnt. Besser ist man ver-
> wendet die graue Loetpaste. Da zeigt die optische Veraenderung,
> silbriges Glaenzen, den richtigen Punkt gut an.

Das kannte ich noch garnicht.
> Ansonsten ist das ruhige, genaue, fast pingelige Arbeiten da A und O.

Genauso pingelig sollte aber die Lötstelle (beim Weichlöten) an beiden
Seiten mit Stahlwolle metallisch blank geputzt werden, damit man der Naht
die Haltbarkeit dann wirklich ansehen kann.
> Irgendwie sieht man einer Loetstelle auch an, ob sie was taugt.

Gruß
Stefan


Top
 Profile
 
PostPosted: 1998-03-05 00:00:00
Online
Registered User

Joined: 1998-03-05 00:00:00
> Kessel und Heizkörper sind auch aus Stahl. Das macht deswegen nichts
> weil dem Heizwasser durch erhitzen der ganze gelöste Sauerstoff
> ausgetrieben wird. Daduch wird (wer weiß wie?) wohl die elektrochemische

> Korrosion unterbunden.

Ein Bekannter hat im ganzen Haus Fußbodenheizung (ca. 15 Jahre alt) aus
Kunststoffrohren. Nur im Bad hat er Stahl-Heizkörper.
Und ebeben durch diese Kunststoffrohre diffundiert der Sauerstoff durch
und damit wird das Wasser agressiv (wie sein Heizungsbauer behauptet).
Er hat deswegen nach rund 10 Jahren die Heizkörper und die
Heizungsverteiler  auswechseln müssen, weil sie Lochfraß hatten! Und
dies voraussichtlich jetzt alle 10 Jahre wieder!
Dies würde eigentlich Deiner Theorie wiedersprechen.


Top
 Profile
 
Post new topic Reply to topic  [ 8 posts ] 




 Topics   Author   Replies   Views   Last post 

Who is online

Users browsing this forum: Handwerk Programm, inmobiliaria en mallorca, polnische pflegekräfte, prezent dla chłopaka, tanie pozycjonowanie, pozycjonowania, Liesel,Anh,Lars,Stephan, 7 guests, kawa niszczenie dokumentacji schody drewniane moda free bingo ,


New posts New posts    No new posts No new posts    Announce Announcement
New posts [ Popular ] New posts [ Popular ]    No new posts [ Popular ] No new posts [ Popular ]    Sticky Sticky
New posts [ Locked ] New posts [ Locked ]    No new posts [ Locked ] No new posts [ Locked ]    Moved topic Moved topic
You can post new topics in this forum
You can reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group