Immobilien und Wohnungen

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PostPosted: 2002-10-30 23:18:30
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Joined: 2002-10-30 23:18:30
Kann der Staat nicht rechnen?
Die Diskussionen um das “Steuergeschenk” Eigenheimförderung hat mich
dazu angeregt,
  einmal nachzurechnen, was der Finanzminister eigentlich an dem Bau
eines
Reihenhauses “verdient”.
Hier nun die Zahlen
200.000 € Kaufpreis des Reihenhaus (vom Bauträger)
40.000 €   davon Grundstück
146.000 € davon Baukosten
6.000 €     davon Gebühren und Hausanschlüsse
4.000 €     davon sonstige Nebenkosten
5,5 %         Finanzierungskosten
An direkten Steuern sind enthalten:
22.068 €   16% Umsatzsteuern
7.000 €      Grunderwerbsteuern
In dem Reihenhaus sind folgende Lohnkosten und Unternehmergewinne
enthalten:
96.000 €    Lohnkosten (60% der Bau- und Nebenkosten)
10.000 €    Gewinne der Subunternehmer (5% der Gesamtkosten)
3.200 €      Gewinn auf Materiallieferungen (5% der
Materialkosten)
10.000 €    Gewinn des Bauträgers (5% der Gesamtkosten)
8.000 €      Energiekosten (5% der Bau- und Nebenkosten)
10.000 €    Gewinn auf dem Grundstück
Daraus ergeben sich folgende indirekte Steuern und Sozialabgaben:
8.914 €      Lohnsteuer (25% von 35.657€ Bruttolöhnen)
6.061 €      Rentenversicherung ca.17% (Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerbeitr.)
7.488 €      Krankenkassenbeiträge ca.21% (Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerbeitr.)
5.600 €      Steuern auf Energieträger ca. 70%
13.720 €    Körperschaftssteuer auf Unternehmergewinne (40%)
insgesamt also   --- 70.852 € ---- Steuer und Sozialabgaben
Berücksichtigen muß man aber auch, daß 2743 Lohnstunden nötig sind um
dieses
Haus zu bauen. Das sind 1,5 Arbeitsplätze, die dem Staat 27.428€
Arbeitslosengeld
kosten würden. Diese ersparten Kosten muß man zu den Steuer und
Sozialabgaben
hinzurechnen da der Gesamtvorteil des Staates dargestellt werden soll.
also ergeben sich ----  98.281€ ---- Gesamtvorteil
Der Staat macht also ein gutes Geschäft mit dem Eigenheimbau - das sollte
doch mal gesagt werden, wenn man hier von “Subventionen” spricht.
viele Grüße
Peter


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PostPosted: 2002-10-31 10:28:40
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Joined: 2002-10-31 10:28:40
Horn schrieb:
> Der Staat macht also ein gutes Geschäft mit dem Eigenheimbau - das
sollte
> doch mal gesagt werden, wenn man hier von “Subventionen” spricht.

Der Staat macht überhaupt nur gute Geschäfte! Da wundert's einen schon,
wenn er dann plötzlich pleite ist.
Deine Rechnung krankt zwar an einigen Details, aber im Großen und Ganzen
kommst Du mit Deinen Zahlen schon hin. Mach' die Rechnung doch noch mal
für den Maybach auf, vielleicht krieg ich so Argumente in die Hand, wie
ich den Staat dazu verpflichten könnte, mir ein etwas besseres Auto zu
finanzieren.
Tom Berger
--
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PostPosted: 2002-10-31 10:42:23
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Joined: 2002-10-31 10:42:23
Also sprach Horn:
> Kann der Staat nicht rechnen?
> also ergeben sich ----  98.281€ ---- Gesamtvorteil
> Der Staat macht also ein gutes Geschäft mit dem Eigenheimbau - das
> sollte doch mal gesagt werden, wenn man hier von “Subventionen”
> spricht.
> viele Grüße
> Peter

Ja wer ist denn der Staat, der da so perfekt nicht rechnen kann? Ja
eben, das ist eine Ansammlung ehemaliger Lehrer (PISA lässt grüßen),
abgebrochener Juristen und subalterner Beamter. Die jeweils dritte
Garnitur eben. Und ausgerechnet diesen Leuten sollte man ein gewisses
Maß vorausschauender Betrachtungen unterstellen? Schon etwas naiv,
wie ich meine.
Und übrigens, obige Berechnung braucht auch gar nicht erst nachvollzogen
werden, denn hierzu gibt es längst auch offizielle Zahlen.
Danach sind es sogar exakt 109.700 ¤ (bezogen auf ein 250.000 ¤ teures
Eigenheim), die der Staat an Steuern und Abgaben einstreicht. Und von
diesem Betrag sind dann die 20.488 ¤ an Eigenheimzulage in Abzug zu
bringen. Somit verbleibt also ein reiner Fehlbetrag von 89.212 ¤.
PS. Wie wäre es mit einem neuen Zeichensatz als ultimatives Geschenk
zum anstehenden Weihnachtsfest; z. B. Latein-9 (ISO 8859-15)?
Dann könntest auch Du endlich dieses wunderschöne T¤uro-Zeichen
darstellen und müsstest hierzu nicht mehr auf so ein banales Viereck
ausweichen. ;-)
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
Gott erhalte George W. Bush - möglichst rasch.


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PostPosted: 2002-10-31 12:26:56
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Joined: 2002-10-31 12:26:56
Klaus Klabisch schrieb:
> Und übrigens, obige Berechnung braucht auch gar nicht erst nachvollzogen

> werden, denn hierzu gibt es längst auch offizielle Zahlen.
> Danach sind es sogar exakt 109.700 ¤ (bezogen auf ein 250.000 ¤ teures
> Eigenheim), die der Staat an Steuern und Abgaben einstreicht. Und von
> diesem Betrag sind dann die 20.488 ¤ an Eigenheimzulage in Abzug zu
> bringen. Somit verbleibt also ein reiner Fehlbetrag von 89.212 ¤.

Fehlbetrag? Aber daß Ihr alle Milchmädchenrechnungen anstellt, wißt Ihr
hoffentlich schon, oder?
Erstens bringt ja auch jeder andere Umsatz Geld in die Kasse, und wenn
dafür keine Subventionen bezahlt werden, ist das dann eben 20.488 mehr
für den Staat. Und was passiert beispielsweise mit der Mietwohnung, die
der Bauherr bisher bewohnt hat?
Zweitens vergeßt Ihr allesamt, die Kosten des Staates dagegen zu
rechnen, damit solche Umsätze überhaupt erst mal getätigt werden können.
Das fängt mit den Ausbildungskosten aller Beteiligten an (Handwerker,
Architekten, Bänker, ...) und hört mit den Zuschüssen zur Rente noch
lange nicht auf.
Summa summarum ist für letztes Jahr leider zu vermelden, daß die
Ausgaben des Staates zwischen 3% und 4% höher waren als die Einnahmen.
Da diese Verschuldung internationalen Vereinbarungen zuwiderläuft, aber
natürlich auch, weil sie nicht im langfristigen Interesse unserer
Gesellschaft ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Einnahmen erhöhen
und/oder Ausgaben kürzen.
Daß immer diejenigen am lautesten schreien, die von diesen beiden
Methoden am stärksten betroffen sind, ist ganz normal und wird auch
nicht kritisiert - unsere Politik wird nun mal maßgeblich durch
Lobby-Arbeit bestimmt. Aber lustigerweise schreien viele der Betroffenen
auch sonst immer nach Subventions- und Leistungsabbau, wenn sie von der
Höhe der Staatsschulden erfahren.
Das geht dann so nach dem Motto: Oh heiliger Sankt Florian, verschon'
mein Haus, zünd' and're an!
Tom Berger
--
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PostPosted: 2002-10-31 14:09:48
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Joined: 2002-10-31 14:09:48
Vom Ansatz her nicht schlecht, aber das ist IMHO so eine
Milchmädchenrechnung.
Die Zulage muß genauso wie die Investition abgezinst bzw. verzinst
werden;
die neu gebackenen Eigentümer geben in den Folgejahren deutlich
weniger für andere (volkswirtschaftlich) wichtige Dinge aus, wie z.B.
Autos. Das führt zu Ausfällen in Folgejahren.
Dem stehen wieder die beschäftigten Arbeitnehmer entgegen, die ja
vielleicht stattdessen ihren Arbeitslohn wieder ausgeben...
Jedenfalls ist das ein extrem komplexes Regelwerk, was sich an
hunderten Stellen verändert, wenn man an einer Schraube dreht. Dafür
gibt es dann halt die VWLer. Und die haben dann auch wieder
unterschiedliche Meinungen über einen Schverhalt. Wie es bei uns halt
auch ist, z.B. beim Wärmedämmverbundsystem.
Jedenfalls sollten wir erst einmal unsere Sonderkonjunktur zum
Jahresende mitnehmen und hoffen, daß das Loch danach nicht allzutief
ist.
Und natürlich gegen die Abschaffung der Zulage kämpfen, denn so teuer
wie man uns weißmachen will, ist die gesamtwirtschaftlich sicherlich
nicht.
Politisch wäre es allerdings wünschenswert, wenn die Zulage mehr als
Lenkung benutzt wird, vielleicht mehr in die Sanierung und den
Geschßwohnungsbau rein und weniger bei den ökologisch kritischen EFHs
(auch wenn ich derzeit ausschließlich davon lebe).
Rainer


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PostPosted: 2002-10-31 16:23:50
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Joined: 2002-10-31 16:23:50
- Hide quoted text -- Show quoted text -Tom Berger wrote:
> Klaus Klabisch schrieb:
>> Und übrigens, obige Berechnung braucht auch gar nicht erst
>> nachvollzogen werden, denn hierzu gibt es längst auch offizielle
>> Zahlen. Danach sind es sogar exakt 109.700 ¤ (bezogen auf ein
>> 250.000 ¤ teures Eigenheim), die der Staat an Steuern und Abgaben
>> einstreicht. Und von diesem Betrag sind dann die 20.488 ¤ an
>> Eigenheimzulage in Abzug zu bringen. Somit verbleibt also ein reiner
>> Fehlbetrag von 89.212 ¤.
> Fehlbetrag? Aber daß Ihr alle Milchmädchenrechnungen anstellt, wißt
> Ihr hoffentlich schon, oder?
> Erstens bringt ja auch jeder andere Umsatz Geld in die Kasse, und wenn
> dafür keine Subventionen bezahlt werden, ist das dann eben 20.488 mehr
> für den Staat. Und was passiert beispielsweise mit der Mietwohnung,
> die der Bauherr bisher bewohnt hat?

Dieser Umsatz wird aber nicht ohne Subvention getätigt. oder zumindest in
weniger Fällen.
Wenn ein Unternehmer weiß, dass er mit einer Investition von 2o.ooo einen
Gewinn von 89.ooo einfahren kann, dann tut er es, oder hab ich da was falsch
verstanden?
> Zweitens vergeßt Ihr allesamt, die Kosten des Staates dagegen zu
> rechnen, damit solche Umsätze überhaupt erst mal getätigt werden
> können. Das fängt mit den Ausbildungskosten aller Beteiligten an
> (Handwerker, Architekten, Bänker, ...) und hört mit den Zuschüssen
> zur Rente noch lange nicht auf.

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Das hiesse ja, jeder Arbeitslose Schulabbrecher, am besten noch in der
Grundschule 2. Klasse kommt den Staat billiger, als die ausgebildeten
Steuerzahler. Wer soll denn deiner Ansicht nach die Steuern dann bezahlen?
> Summa summarum ist für letztes Jahr leider zu vermelden, daß die
> Ausgaben des Staates zwischen 3% und 4% höher waren als die Einnahmen.
> Da diese Verschuldung internationalen Vereinbarungen zuwiderläuft,
> aber natürlich auch, weil sie nicht im langfristigen Interesse unserer
> Gesellschaft ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Einnahmen erhöhen
> und/oder Ausgaben kürzen.

Wenn ich aber die Ausgaben um 22.000 EURO kürze und gleichzeitig die
Einnahmen um 89.000 EURO verbessert sich das Jahresergebnis auch nicht!
Grundsätzlich bin ich schon für die Abschaffung von Suvbventionen aller Art.

Aber warum will man Subventionen kürzen, die unterm Strich mehr bringen als
die Ausgaben?
Lass den Staat doch die Steinkohlesubventionen streichen. Jeder Arbeitsplatz
wird hier jährlich mit ca. 75.000 EURO subventioniert, von denen wohl nur
wenig zurückfliesst. Aber das sind ja heilige Kühe. :-(
> Daß immer diejenigen am lautesten schreien, die von diesen beiden
> Methoden am stärksten betroffen sind, ist ganz normal und wird auch
> nicht kritisiert - unsere Politik wird nun mal maßgeblich durch
> Lobby-Arbeit bestimmt. Aber lustigerweise schreien viele der
> Betroffenen auch sonst immer nach Subventions- und Leistungsabbau,
> wenn sie von der Höhe der Staatsschulden erfahren.

Zahlst du deine EHZ nachträglich zurück, wenn dieses Gesetz in Kraft tritt?
> Das geht dann so nach dem Motto: Oh heiliger Sankt Florian, verschon'
> mein Haus, zünd' and're an!
:-)
> Tom Berger

Alex D.


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PostPosted: 2002-10-31 16:38:55
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Joined: 2002-10-31 16:38:55
Alexander Dreher schrieb:
> Wenn ein Unternehmer weiß, dass er mit einer Investition von 2o.ooo
einen
> Gewinn von 89.ooo einfahren kann, dann tut er es, oder hab ich da was
falsch
> verstanden?

Ich kann mir Deinen Satz nur dadurch erklären, daß Du irgend was falsch
verstanden hast. Aber vielleicht hab' auch nur ich Deinen Satz nicht
richtig verstanden. Kannst Du das nochmal etwas genauer darstellen?
> > Zweitens vergeßt Ihr allesamt, die Kosten des Staates dagegen zu
> > rechnen, damit solche Umsätze überhaupt erst mal getätigt werden
> > können. Das fängt mit den Ausbildungskosten aller Beteiligten an
> > (Handwerker, Architekten, Bänker, ...) und hört mit den
Zuschüssen
> > zur Rente noch lange nicht auf.
> Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Aber natürlich. Im Moment nimmt der Staat weniger Steuern ein als er
Gelder ausgibt.
> Das hiesse ja, jeder Arbeitslose Schulabbrecher, am besten noch in der
> Grundschule 2. Klasse kommt den Staat billiger, als die ausgebildeten
> Steuerzahler.

Wie kommst Du auf diese seltsame Schlußfolgerung? Ich stelle Einnahmen
und Kosten gegenüber, die Bilanz sollte auch Dir bekannt sein.
Allerdings: hätte der Staat DE nullkommanull Einwohner, dann hätte er
keine Einnahmen und auch keine Kosten. Und das wäre für den Staat
günstiger als jetzt, wo er im Durchschnitt für jeden Einwohner
draufzahlt :-)
> > Summa summarum ist für letztes Jahr leider zu vermelden, daß die
> > Ausgaben des Staates zwischen 3% und 4% höher waren als die
Einnahmen.
> > Da diese Verschuldung internationalen Vereinbarungen zuwiderläuft,
> > aber natürlich auch, weil sie nicht im langfristigen Interesse
unserer
> > Gesellschaft ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Einnahmen
erhöhen
> > und/oder Ausgaben kürzen.
> Wenn ich aber die Ausgaben um 22.000 EURO kürze und gleichzeitig die
> Einnahmen um 89.000 EURO verbessert sich das Jahresergebnis auch nicht!

Du verbesserst die Einnahmenseite aber nicht, Du schichtest bloß um.
> Grundsätzlich bin ich schon für die Abschaffung von Suvbventionen aller
Art.
> Aber warum will man Subventionen kürzen, die unterm Strich mehr bringen
als
> die Ausgaben?

Das eben darf bezweifelt werden, daß diese Subventionen was bringen.
Vielleicht wäre es besser, man gäbe die Subventionen nicht an die
Bauherren, sondern direkt an die Bauarbeiter (oder an die Architekten?
jajajajajaja!). Die würden die Subventionen genarntiert noch besser in
Konsum umwandeln als die Bauherrn das tun. Der Gewinn wäre also noch
höher.
Ein schönes Beispiel, weil ich die Zahlen aus der Bauindustrie und die
Höhe der für neubauten (!) ausbezahlten EHF nicht kenne: die
Subventionen für den deutschen Kohlebergbau belaufen sich auf etwa
80.000 Euro pro Jahr für jeden damit in der Förderung erhalten
gebliebenen Arbeitsplatz. Ich kenne keinen Kumpel, der sich nicht gerne
mit der Hälfte der Knete begnügen würde und seine Zeit dann lieber im
Schrebergarten verbringen würde.
> Lass den Staat doch die Steinkohlesubventionen streichen. Jeder
Arbeitsplatz
> wird hier jährlich mit ca. 75.000 EURO subventioniert, von denen wohl
nur
> wenig zurückfliesst. Aber das sind ja heilige Kühe. :-(

Oh, da bist Du ja schon mit dem selben Beispiel. Ja, rechne doch bitte
mal vor, wie teuer den Staat die mit der EHF subventionierten
Bauarbeiter kommen. Dummerweise fehlen uns dazu nachvollziehbare Zahlen,
aber ich bezweifle, daß die Statistik so viel besser ist.
> Zahlst du deine EHZ nachträglich zurück, wenn dieses Gesetz in Kraft
tritt?

Warum sollte ich?
Tom Berger
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PostPosted: 2002-10-31 17:00:06
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Joined: 2002-10-31 17:00:06
Hallo zusammen,
> Wenn ich aber die Ausgaben um 22.000 EURO kürze und gleichzeitig die
> Einnahmen um 89.000 EURO verbessert sich das Jahresergebnis auch nicht!
> Grundsätzlich bin ich schon für die Abschaffung von Suvbventionen aller

Art.
> Aber warum will man Subventionen kürzen, die unterm Strich mehr bringen
als
> die Ausgaben?

Die Sichtweise ist nicht ganz richtig, damit müßte man unterstellen können,
daß ein
Bauherr nun nicht mehr Bauherr wird weil er 22.000 Euro dazuzahlen muß.
Unser
Staat ist nicht mit einem Unternehmen vergleichbar, d.h. er macht keine
Geschäfte
mit den Zielen wie das ein Unternehmer macht. Ich schließe jetzt staatliche
Betriebe
aus, aber ein solches Handeln würde unserer Staatskultur ziemlich
widersprechen.
Eine Subvention wird immer in der Absicht gemacht etwas zu fördern, aber
keine
Gewinne damit einzufahren. Ungeachtet dessen wie sich jemand dazu stellt muß
doch klar werden daß das geradezu absurd wäre.
> Lass den Staat doch die Steinkohlesubventionen streichen. Jeder
Arbeitsplatz
> wird hier jährlich mit ca. 75.000 EURO subventioniert, von denen wohl
nur
> wenig zurückfliesst. Aber das sind ja heilige Kühe. :-(

Grundsätzlich sollten Subventionen abgeschafft werden das ist auch meine
Meinung.
Subventionen helfen eltztenendlich nur Bereichen zum überleben die beweisen
haben,
daß sie nicht überleben können. Das fatale daran ist, daß sich neue
Märkte,
neue
Arbeitsplätze nur schlecht entwicklen können oder man funktionierende
Teilbereiche
zum wanken bringt wenn sie in Konkurrenz zu solchen Dinosauriern stehen
(Beispiel Holzmann).
Aber nochmal, es kann nicht der wirtschaftliche Vergleich sein der diese
Entscheidung bringt.
> Zahlst du deine EHZ nachträglich zurück, wenn dieses Gesetz in Kraft

tritt?
Das ist dummes Zeug, Entschuldigung, aber das Gesetze und Regeln der
jeweiligen Lage
anzupassen sind ist zweckmäßig und wurde schon immer geübt. Das was hieraus

spricht
ist Besitzstanddenken, ein Hauptübel unserer Gesellschaft. Ich habe all
meinen BaföG zurück-
gezahlt, das haben Generationen vor und hinter mir nicht machen müssen. Es
war in meiner
Zeit eben so, ich wußte das und habe mich darauf eingestellt. Ich war noch
15 Monate bei
der Bundeswehr und befürworte heute, übrigens wie auch damals, ein reines
Berufsheer, die
Zeit die noch geleistet werden muß, diejenigen die diesen Dienst noch
leisten müssen sind
nur noch Bruchteil dessen was in meiner Zeit war, das stimmt mich in meiner
Denkweise nicht
um.
Und wenn Du schon anfängst all das aufzustellen was andere früher mal hatten

und Du jetzt
nicht mehr hast dann stell auch bitte die Liste mit dem auf was andere
früher nicht hatten und
Du heute hast. Zahle den Ausgleich in die Staatskasse, wenn das alle machen
können wir mit
den Einnahmen hier in Deutschland, die Staatschulden ganz Europas
begleichen. Die Einkommens-
situation ist trotz zunehmender Klagen seit ich denken kann gestiegen. Bitte
Verwendungszweck
angeben.
Gruß
Adrian Herrmann


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