Immobilien und Wohnungen

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PostPosted: 2004-12-03 11:57:12
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Joined: 2004-12-03 11:57:12
On Fri, 03 Dec 2004 00:45:34 +0100, Werner True wrote:
> Es gibt genug Objekte am Markt, allerdings habe ich keine Ahnung wie
> man sich gegen die gröbsten Fehler wappnet, ich denke z.B. an
> bevorstehende Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, die man einem
> Käufer verschweigt etc.pp.

Wenn du eine Liste "typischer" Reperaturen hast, die einigermaßen
regelmäßig anfallen (z.B. Dach sanieren), kannst du konkret fragen,
wann das zuletzt gemacht wurde. Das Problem ist sicherlich, so eine
Liste einigermaßen komplett aufzustellen.:-)
> Wie schaut man hinter die Kulissen solcher Angebote?

Die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre zeigen
lassen. Mit Eigentümern und Mietern anderer Wohnungen reden. Da sollten
sich schon einige Problemfelder herausstellen.
Gruß
Michael
--
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig. Jeder
Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen
gelingen. (Maria Benning in der Zeitschrift c't, 6/2002)


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PostPosted: 2004-12-03 00:45:34
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Joined: 2004-12-03 00:45:34
Ich bin mir bewußt, daß eine Eigentumswohnung keine "gute Anlage"
ist, selbst im Sinne derzeitiger schmaler  Zinserwartungen.
Dennoch handelt es sich um einen Sachwert und wer über gewisse
Ersparnisse verfügt, befürchtet am Schlußpunkt eines weiteren
Herunterwirtschaften dieses Landes durch die Sozialisten von Grün bis
Schwarz eine Währungsreform oder schlimmeres.
Es gibt genug Objekte am Markt, allerdings habe ich keine Ahnung wie
man sich gegen die gröbsten Fehler wappnet, ich denke z.B. an
bevorstehende Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, die man einem
Käufer verschweigt etc.pp.
Wie schaut man hinter die Kulissen solcher Angebote?
Es geht ausschließlich um Wohnungen, die man nicht selbst bewohnen
wird.
MfG W.T.


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PostPosted: 2004-12-03 10:31:25
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Joined: 2004-12-03 10:31:25
Guten Morgen NG,
> Ich bin mir bewußt, daß eine Eigentumswohnung keine "gute
Anlage"
> ist,

die Wortwahl läßt vermuten, daß sich die "gute Anlage" auf ein
sicheres
   Investment mit überdurchschnittlicher Renditeerwartung bezieht.
Und
natürlich *kann* eine Eigentumswohnung auch eine ertragreiche
Kapitalanlage sein. Weshalb wohl auch nicht?! Allerdings ist diese
Anlageform komplizierter und mit anderen Risiken ausgestattet als
beispielsweise  Bundesschatzbriefe. Dafür besteht aber auch die
*Möglichkeit* einer höheren Rendite.
> selbst im Sinne derzeitiger schmaler Zinserwartungen.

Das finanzielle Engagement in Immobilien und die daraus resultierende
Erwartungshaltung an Erträge und Wertentwicklung setzt ein langfristigen
Zeithorizont voraus. Zwischenzeitliche Schwankungen des Zinsniveaus und
auch der aktuelle Niedrigzins alternativer Anlagemöglichkeiten sollten
deshalb bei der Investitionsenscheidung lediglich von nachrangiger
Bedeutung sein.
Die langfristige Rendite ist aber maßgeblich von den Einstiegskosten
abhänging. Und gerade der aktuelle Niedrigzins und auch der eher
schwache Immobilienmarkt bieten die Möglichkeit einer günstigen
Investition in die Kapitalanlage "Eigentumswohnung". Zu
berücksichtigen
ist aber natürlich auch, daß sich derzeit am Markt keine Top-Mieten
durchsetzen lassen. Es ist eben der "lange Atem" gefragt.
> Es gibt genug Objekte am Markt, allerdings habe ich keine Ahnung wie
> man sich gegen die gröbsten Fehler wappnet,

Wie oben bereits erwähnt, ist die Kapitalanlage "Eigentumswohnung"
eher
eine komplizierte Anlageform. Der große Erfolg ist von vielen Faktoren
abhänging. Und da kein Mensch weiß wie sich die Zukunft entwickelt, ist
schlicht und ergreifend auch "Glück" erforderlich.
Die Kapitalanlage "Eigentumswohnung" sollte deshalb nicht am Anfang
eines strukturierten und geplanten Vermögensaufbau stehen und ist auch
für finanziell gutsituirte Personen lediglich zur Beimischung und
Diversifikation des Portefeuille geeignet.
Ferner sind Marktkenntnisse und eine Strategie unerläßlich. Beides läßt
sich ggf. einkaufen (Immobilienberater und Steuerberater).
> ich denke z.B. an
> bevorstehende Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, die man einem
> Käufer verschweigt etc.pp.
> Wie schaut man hinter die Kulissen solcher Angebote?

Eine absolute Sicherheit kann kaum erlangt werden. Dennoch kann einiges
zur Risikominderung getan werden. Wichtig ist u.a., das das Haus und die
betreffende Wohnung selbst ggf. unter Hinzuziehung eines *eigenen*
Fachmannes (Nicht der Fachmann des Verkäufers) begutachtet wird. Die
Bewohner des Hauses und auch die weiteren Eigentümer der verschiedenen
Eigentumswohnungen sollten nach ihren Eindrücken befragt werden. Und
natürlich sollten die Protokolle der Eigentümerversammlung sorgfältig
gelesen werden. Auch wichtig: Ist die Instandhaltungsrücklage für
eventuelle Reparaturen gut gefüllt?!
Es gibt sehr viele Dinge zu beachten, die im Rahmen eines NG-Postings
nicht abgegehandelt werden können. Überhaupt noch nicht eingegangen
wurde z.B. auf das Miet-Ausfallrisiko. Das Einholen weiterer
Informationen ist deshalb empfehlenswert.
Weitere Informationen zur Immobilie als Kapitalanlage finden sich u.a.
im Medienspiegel meines Intetangebotes:
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Kapitalanlage
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Miete
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Eigentumswohnung
Viele Grüße
Robert Hadasch
--
Robert Hadasch - Beratung für Immobilienfinanzierungen
Internet www.hadasch.de / www.ImmoFinanzBeratung.de
eMail i...@hadasch.de - Telefon 0421 - 346 99 40


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PostPosted: 2004-12-05 00:39:07
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Joined: 2004-12-05 00:39:07
Werner True wrote:
> Ich bin mir bewußt, daß eine Eigentumswohnung keine "gute
Anlage"
> ist, selbst im Sinne derzeitiger schmaler  Zinserwartungen.
> Dennoch handelt es sich um einen Sachwert und wer über gewisse
> Ersparnisse verfügt, befürchtet am Schlußpunkt eines weiteren
> Herunterwirtschaften dieses Landes durch die Sozialisten von Grün bis
> Schwarz eine Währungsreform oder schlimmeres.
> Es gibt genug Objekte am Markt, allerdings habe ich keine Ahnung wie
> man sich gegen die gröbsten Fehler wappnet, ich denke z.B. an
> bevorstehende Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, die man einem
> Käufer verschweigt etc.pp.
> Wie schaut man hinter die Kulissen solcher Angebote?
> Es geht ausschließlich um Wohnungen, die man nicht selbst bewohnen
> wird.

Vorsicht!
Mit einer Eigentumswohnung bist du auf Gedeih und Verderb der
Mehrheit in der Eigentümerversammlung ausgeliefert. Und wenn
das plötzlich eine einzige Person sein sollte (gerne auch über
sieben Ecken), dann hast du so richtig die Arschkarte gezogen.
Man wird dich dann nämlich nach Strich und Faden ausplündern,
indem z.B. auf einmal riesige Beträge für "Rechtsberatung"
anfallen (bei denen du natürlich anteilig dabei bist), wobei
der Rechtsberater zufälligerweise der Schwager des Mehrheits-
eigentümers ist. Der Kreativität sind dabei -- wie deinem
Schaden -- kaum Grenzen gesetzt.


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PostPosted: 2004-12-05 14:38:02
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On 4 Dec 2004 15:39:07 -0800, Werner Baumschlager wrote:
> wobei
> der Rechtsberater zufälligerweise der Schwager des Mehrheits-
> eigentümers ist.

Dein Szenario funktioniert also nur, wenn es einen Mehrheitseigentümer
gibt, d.h. einen oder eine, der oder die die Mehrheit der Wohnungen
besitzt.
Das auszuschließen ist sicherlich ein Punkt, auf den man achten sollte.
Andererseits, als Mehrheitseigentümer hätte er ja auch den größten Teil
der verursachten Kosten zu tragen. Also müßte er eigentlich besonders
an Kostenminimierung interessiert sein.
Gruß
Michael
--
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig. Jeder
Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen
gelingen. (Maria Benning in der Zeitschrift c't, 6/2002)


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PostPosted: 2004-12-06 11:19:12
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Joined: 2004-12-06 11:19:12
Hallo NG,
>>Und gerade der aktuelle Niedrigzins und auch der eher
>>schwache Immobilienmarkt bieten die Möglichkeit einer günstigen
>>Investition in die Kapitalanlage "Eigentumswohnung". Zu
berücksichtigen
>>ist aber natürlich auch, daß sich derzeit am Markt keine Top-Mieten
>>durchsetzen lassen. Es ist eben der "lange Atem" gefragt.
> Wie "lang" meinst du denn dass der Atem sein muss?

Investments in Immobilien rechnen sich üblicherweise nicht in Wochen
oder Monaten. Investoren sollten mindestens von einem mehrjährigen
Engagement bis hin zu 20 oder gar 30 Jahren ausgehen.
> Wieviel Prozent
> gebärfreudige Türken und Inder sind denn nötig, um wieder einen
> "starken Immobilienmarkt" zu erzeugen?

*Alle* Menschen, unabhängig von Nationalität, Geschlecht und Religion
müssen wohnen und die meisten davon wollen sogar schön schön wohnen.
Sehr viele sind auch bereit, einen sehr großen Teil des Haushaltsbudgets
für "schöner wohnen", sei es in Form von Miete oder Wohneigentum
auszugeben. Vereinfacht ausgedrückt wird die Nachfrage nach attraktivem
Wohnraum steigen, sobald die Budgets besser ausgestattet sind. Wer diese
Nachfrage bedienen kann, wird sich über schöne Renditen freuen können.
Ein starker Immobilienmarkt findet seine Ursachen also in einer hohen
Wirtschaftskraft und nicht in der überproportionalen Entwicklung
einzelner gesellschaftlicher Gruppen. Ganz abgesehen von der
unglücklichen Fragestellung spielen derartige Überlegungen auch keine
entscheidende Rolle.
> Es gibt auch andere Sichtweisen: man kann auch sagen dass sich
> hoffnungslos überhitzte Märkte jetzt wieder normalisieren.

Normal ist, daß sich Immobilienmärkte keinesfalls statisch sondern
dynamisch entwickeln und sich die Preise dementsprechend durch Angebot
und Nachfrage bilden. Je nach Region und dann nochmal unterteilt nach
Preis- und Ausstattungssegmenten kommt es auch immer zu gegensätzlichen
Entwicklungen. Die Kunst besteht nun darin, kommende Entwicklungen
vorherzusehen. Sofern dieses Vorhaben gelingt, kann sich diese
Marktdynamik selbstverständlich in klingende Münze für den Investor
verwandeln.
Viele Grüße
Robert Hadasch
--
Robert Hadasch - Beratung für Immobilienfinanzierungen
Internet www.hadasch.de / www.ImmoFinanzBeratung.de
eMail i...@hadasch.de - Telefon 0421 - 346 99 40


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PostPosted: 2004-12-06 22:52:22
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Joined: 2004-12-06 22:52:22
Robert Hadasch schrieb am Montag, 6. Dezember 2004 11:19:
> Investments in Immobilien rechnen sich üblicherweise nicht in Wochen
> oder Monaten. Investoren sollten mindestens von einem mehrjährigen
> Engagement bis hin zu 20 oder gar 30 Jahren ausgehen.

Und dann? Dann hat es sich vielleicht (s.u.) "gelohnt"?
> *Alle* Menschen, unabhängig von Nationalität, Geschlecht und Religion
> müssen wohnen und die meisten davon wollen sogar schön schön wohnen.
> Sehr viele sind auch bereit, einen sehr großen Teil des Haushaltsbudgets

> für "schöner wohnen", sei es in Form von Miete oder
Wohneigentum
> auszugeben.

Ok.
> Vereinfacht ausgedrückt wird die Nachfrage nach attraktivem
> Wohnraum steigen, sobald die Budgets besser ausgestattet sind. Wer diese
> Nachfrage bedienen kann, wird sich über schöne Renditen freuen können.

> Normal ist, daß sich Immobilienmärkte keinesfalls statisch sondern
> dynamisch entwickeln und sich die Preise dementsprechend durch Angebot
> und Nachfrage bilden.

Das ist eine Binsenweisheit. Und wenn (s. auch Antwort von Konrad) die
Nachfrage nachlässt, gehen die Preise in der Tendenz runter.
> Je nach Region und dann nochmal unterteilt nach
> Preis- und Ausstattungssegmenten kommt es auch immer zu gegensätzlichen
> Entwicklungen. Die Kunst besteht nun darin, kommende Entwicklungen
> vorherzusehen.

Wie bei jeder Spekulation halt.
> Sofern dieses Vorhaben gelingt, kann sich diese
> Marktdynamik selbstverständlich in klingende Münze für den Investor
> verwandeln.

Ein bisschen sehr viele "wenn", "sofern" usw. für meinen
Geschmack.
Gruß,
Thomas


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PostPosted: 2004-12-07 10:10:07
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Joined: 2004-12-07 10:10:07
Hallo NG,
>>Investments in Immobilien rechnen sich üblicherweise nicht in Wochen
>>oder Monaten. Investoren sollten mindestens von einem mehrjährigen
>>Engagement bis hin zu 20 oder gar 30 Jahren ausgehen.
> Und dann? Dann hat es sich vielleicht (s.u.) "gelohnt"?

Das hängt im wesentlichen von der Erwartungshaltung des Investors ab.
Und Garantien gibt es selbstverständlich *nicht*.
>>Normal ist, daß sich Immobilienmärkte keinesfalls statisch sondern
>>dynamisch entwickeln und sich die Preise dementsprechend durch Angebot

>>und Nachfrage bilden.
> Das ist eine Binsenweisheit.

Schön wärs. Die vorgebrachten Argumente und Fragestellungen in dieser
Diskussion lassen anderes vermuten.
>>Je nach Region und dann nochmal unterteilt nach
>>Preis- und Ausstattungssegmenten kommt es auch immer zu
gegensätzlichen
>>Entwicklungen. Die Kunst besteht nun darin, kommende Entwicklungen
>>vorherzusehen.
> Wie bei jeder Spekulation halt.

Die Bezeichnung "Spekulation" ist mir zu hart. Auch wenn eine
Kapitalanlage in Immobilien zwar mit speziellen Risiken ausgestattet
ist, braucht man dafür kein Hasadeur sein.
>>Sofern dieses Vorhaben gelingt, kann sich diese
>>Marktdynamik selbstverständlich in klingende Münze für den Investor

>>verwandeln.
> Ein bisschen sehr viele "wenn", "sofern" usw. für
meinen Geschmack.

Klar. Eine solche Entscheidung sollte in jeder Beziehung passen.
Viele Grüße
Robert Hadasch
--
Robert Hadasch - Beratung für Immobilienfinanzierungen
Internet www.hadasch.de / www.ImmoFinanzBeratung.de
eMail i...@hadasch.de - Telefon 0421 - 346 99 40


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