Guten Morgen NG,
> Ich bin mir bewußt, daß eine Eigentumswohnung keine "gute
Anlage"
> ist,
die Wortwahl läßt vermuten, daß sich die "gute Anlage" auf ein
sicheres
Investment mit überdurchschnittlicher Renditeerwartung bezieht.
Und
natürlich *kann* eine Eigentumswohnung auch eine ertragreiche
Kapitalanlage sein. Weshalb wohl auch nicht?! Allerdings ist diese
Anlageform komplizierter und mit anderen Risiken ausgestattet als
beispielsweise Bundesschatzbriefe. Dafür besteht aber auch die
*Möglichkeit* einer höheren Rendite.
> selbst im Sinne derzeitiger schmaler Zinserwartungen.
Das finanzielle Engagement in Immobilien und die daraus resultierende
Erwartungshaltung an Erträge und Wertentwicklung setzt ein langfristigen
Zeithorizont voraus. Zwischenzeitliche Schwankungen des Zinsniveaus und
auch der aktuelle Niedrigzins alternativer Anlagemöglichkeiten sollten
deshalb bei der Investitionsenscheidung lediglich von nachrangiger
Bedeutung sein.
Die langfristige Rendite ist aber maßgeblich von den Einstiegskosten
abhänging. Und gerade der aktuelle Niedrigzins und auch der eher
schwache Immobilienmarkt bieten die Möglichkeit einer günstigen
Investition in die Kapitalanlage "Eigentumswohnung". Zu
berücksichtigen
ist aber natürlich auch, daß sich derzeit am Markt keine Top-Mieten
durchsetzen lassen. Es ist eben der "lange Atem" gefragt.
> Es gibt genug Objekte am Markt, allerdings habe ich keine Ahnung wie
> man sich gegen die gröbsten Fehler wappnet,
Wie oben bereits erwähnt, ist die Kapitalanlage "Eigentumswohnung"
eher
eine komplizierte Anlageform. Der große Erfolg ist von vielen Faktoren
abhänging. Und da kein Mensch weiß wie sich die Zukunft entwickelt, ist
schlicht und ergreifend auch "Glück" erforderlich.
Die Kapitalanlage "Eigentumswohnung" sollte deshalb nicht am Anfang
eines strukturierten und geplanten Vermögensaufbau stehen und ist auch
für finanziell gutsituirte Personen lediglich zur Beimischung und
Diversifikation des Portefeuille geeignet.
Ferner sind Marktkenntnisse und eine Strategie unerläßlich. Beides läßt
sich ggf. einkaufen (Immobilienberater und Steuerberater).
> ich denke z.B. an
> bevorstehende Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, die man einem
> Käufer verschweigt etc.pp.
> Wie schaut man hinter die Kulissen solcher Angebote?
Eine absolute Sicherheit kann kaum erlangt werden. Dennoch kann einiges
zur Risikominderung getan werden. Wichtig ist u.a., das das Haus und die
betreffende Wohnung selbst ggf. unter Hinzuziehung eines *eigenen*
Fachmannes (Nicht der Fachmann des Verkäufers) begutachtet wird. Die
Bewohner des Hauses und auch die weiteren Eigentümer der verschiedenen
Eigentumswohnungen sollten nach ihren Eindrücken befragt werden. Und
natürlich sollten die Protokolle der Eigentümerversammlung sorgfältig
gelesen werden. Auch wichtig: Ist die Instandhaltungsrücklage für
eventuelle Reparaturen gut gefüllt?!
Es gibt sehr viele Dinge zu beachten, die im Rahmen eines NG-Postings
nicht abgegehandelt werden können. Überhaupt noch nicht eingegangen
wurde z.B. auf das Miet-Ausfallrisiko. Das Einholen weiterer
Informationen ist deshalb empfehlenswert.
Weitere Informationen zur Immobilie als Kapitalanlage finden sich u.a.
im Medienspiegel meines Intetangebotes:
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Kapitalanlage
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Miete
http://www.hadasch.de/index.php?story_ID=49&search=Eigentumswohnung
Viele Grüße
Robert Hadasch
--
Robert Hadasch - Beratung für Immobilienfinanzierungen
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