> Hi,
> wir beabsichtigen ein Haus zu mieten in dem aber im Keller Wasser
eintritt.
Fein! So ein Haus habe ich auch schon immer gesucht.
> Es ist aus diesem Grunde recht günstig. Wer kann uns sagen, wie man so
ein
> Haus trockenlegen kann?
Wie war doch gleich die Sache mit dem Kamel und dem Nadelöhr? Also mal im
Ernst: Wenn in ein Gebäude Grundwasser eindringt, dann ist das praktisch der
Super-GAU. Deshalb legt man heute großen Wert darauf, einen Keller
druckwasserdicht zu bauen.
Wenn nun in dieses Haus Wasser eindringt, dann gibt es KEINE wirklich
wirkungsvolle Maßnahme dagegen. Denn Ihr könnt ja schlecht das Haus an einen
Kran hängen, hochziehen und dann von unten komplett wasserdicht machen. Es
nützt auch nichts, die Seiten aufzubuddeln und zu isolieren, weil ihr ja an
die Unterseite des Kellerbodens trotzdem nicht rankommt.
Ich möchte betonen, daß das Wasser durchaus einen Druck von mehreren 100 kg
pro Quadratmeter ausüben kann.
Wenn ein solches Haus wirklich weiterhin genutzt werden soll, dann wird
nichts anderes bleiben, so traurig das auch klingt, als den Keller
zuzuschütten und in den aufgehenden Wänden eine nachträgliche
Feuchtigkeitssperre einzubauen. Das mußten in Berlin in den vergangenen
Jahren schon mehrere Häuslebauer, weil sie nicht hören wollten und keine
WU-Wanne gebaut haben. Deshalb macht die Bauaufsicht so etwas mehr und mehr
zur Auflage. Aber das nützt bei einem Altbau natürlich nichts.
Wenn jedenfalls keine Sperrschicht eingebaut wird, durchdringt das Wasser
das gesamte Mauerwerk, auch weiter nach oben und nicht nur im Keller. Dann
ist es irgendwann abrissreif.
Ich kann Euch wirklich nur empfehlen, um dieses Haus einen ganz großen Bogen
zu machen. Wirklich!
> Vielen Dank im Voraus für eure Antworten
Gern geschehen, auch wenn es Euch nicht wirklich nützt.
Matthias