Na, auf einen ist immer Verlass ;-) :
Thomas Dachbrodt <boron...@odits.de> schrieb einst:
>Nun zum einen je nach Winterlage, also zum Beispiel in Weiden oder im
>Kosch ein fest ins Haus integrierter Stall mit darüberliegender
>Schlafdiele, weit überstehende Dächer, ein hochausgebauter Keller aus
>Stein, darüber ürige Balkenbauweise, diese reich beschnitzt. Gerade in
>solchen festverwurzelten Traditionen die Wohnküche in der das Leben der
>ganzen Familie abläuft und für wichtige Feste die ansonsten das ganze
>Jahr über unbenutzte, aber reich ausgestattete gute Stube. Nebenbei die
>Scheuer aus Holz mit Tenne. Wobei in den oberen Balkenlagen unter dem
>holzgeschindelten Dach das Bauholz für die nächsten Jahre trocknet und
>lagert. Kleine offene Fenster welche im Winter mit Backsteinen und
>schweren Läden verschlossen werden. Eher keine Trennung von Bauer und
>Gesinde sondern eine große Tafel in der Wohnküche.
Bzgl. der Küche fällt mir das sog. Heimathaus Wachholz (in dessen
Nachbarschaft ich mal gelebt habe) ein - in der Küche gab es in einer
Art 'Wandschrank' ein Bett. Für Leute, die nicht unter Klaustrophobie
leiden sicherlich sehr kuschelig.
Ich denke mal, dass dort wohl früher die Magd geschlafen hat.
In ärmlicheren Häusern könnten dort wohl auch die Eltern schlafen und
in einem anderen 'Wandschrankbett' die Kinder - so muss wieder nur ein
Raum geheizt werden.
Die sog. 'gute Stube', die selten genutzt, aber dafür immer die besten
Möbel hat, kenne ich auch noch von dem Bauernhof meiner Eltern.
Daneben gab/gibt es noch die kleine Stube, in der die Bauern früher
auch ruhig mal mit Stallklamotten reingehen durften. Bei etwas
reicheren Bauern kann ich mir das ebenfalls ganz gut vorstellen - eine
Stube für jeden Tag, eine für bestimmte Feste etc.
>Im Tulamidischen wird es eher zu einer geschlossenen Hofumbauung kommen.
>Geweißte Lehmziegelbauten mit teilweise begrüntem Flachdach.
Vielleicht eine Art Atrium mit einem Brunnen im Hof oder bei reicheren
Hausherren/-damen sogar eine Art Zierbrunnen mit bunten Fliesen oder
sogar Statuen in der Mitte.
Im Hof würden dann wohl auch ein paar Pflanzen wachsen, die u. U. noch
etwas zusätzlichen Schatten spenden.
Eine andere Idee: wie könnten fremde Kulturen, die also nicht von den
güldenländischen Siedlern abstammen, die Bauweisen geprägt haben?
Nivesen haben ja bekanntermassen ihre runden Zelte und in "Zorn des
Bären" wird, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, ein Haus in der
Form beschrieben. Die Schlafecken wurden dort mit einigen Tüchern oder
Decken vom grossen Raum abgetrennt. Evtl. haben manche Siedler sich
von dieser Art zu wohnen anstecken lassen und so kann es ja sein, dass
es weiter oben im Norden mehr runde Häuser mit im Grunde nur einem
Raum gibt.
Weiterhin kann ich mir für Donnerbach sehr gut Häuser vorstellen, die
sehr stark mit Kletter- und Schlingpflanzen bewachsen sind, wo also z.
B. Efeu natürliche Gardinen und Türen (zusammen mit einer normalen
Holztür gegen den Wind) bildet.
In Angbar wäre es vielleicht passend, wenn auch die Menschen aufgrund
hügelzwergischem Einfluss sehr stark auf die Gemütlichkeit achten -
also jede Menge grossgewachsene Hobbits. ;-)
So, das waren mal wieder meine Überlegungen...
Ciao,
Hilke