Armin Wolf schrieb:
> "Catharina Paulsen" schrieb
>> Warum unterbindest Du nicht erst mal, daß der Hund unkontrolliert
laut bellend
>> hinausschießt?
> Weil ich nicht weiß, wie ich dieses Jagdverhalten in den Griff kriegen
> kann.
Ja, eben *weil* Du nicht weißt, wie Du es in den Griff bekommen kannst,
solltest Du dafür sorgen, daß es keine Situationen gibt, die Dich vor
dieses Problem stellen.
Abgesehen davon: Deiner bisherigen Beschreibung der Situation kann ich
nicht ansatzweise ein Jagdverhalten entnehmen.
> Für Tips wäre ich wirklich dankbar.
Du bekommst hier bestenfalls Denkansätze, aber Du solltest Dich, wie
Suse schon schrieb, sinnvollerweise an jemanden vor Ort wenden, der Dich
und den Hund in der entsprechenden Situation beobachten kann und die
Fachkompetenz besitzt, eine realistische Situationsbeschreibung
abzugeben und Hilfestellung zu leisten.
Und auch Tips, die Du bekommst, solltest Du immer hinterfragen.
> Selbstverständlich kann ich die Terassentür schließen, und den
Rolladen
> vor dem ktitischen Fenster runterlassen, aber das ist nur die Lösung,
wenn
> Hundi ein paar Stunden allein zuhause bleibt. Dann kann sogar die Katze
> vorbeistolzieren, und Hundi merkt es nicht.
Rolladen runterlassen ist natürlich Blödsinn, Hundi wird ja nix lernen,
wenn die Umwelt ausgeblendet ist.
Terassentür zu ist schon mal ein sehr guter Ansatz, das schließt dann
schon mal aus, daß er Dir drei Meter voraus ist...
Natürlich loben & Leckerli, wenn er nicht bellt ...
>> ... was natürlich nur funktioniert, wenn Hundi sich das Bellen trotz
>> intensiven Reizes verkniffen hat. Und selbst dann ist das schwierig.
> Er gibt sich Mühe, so daß manchmal nur ein leises "wuff" zu
hören
> ist.
LOL. Kenn ich :-)
> Dafür gibt es Streicheleinheiten und Leckerli.
In welchem Zusammenhang?
Ich versuche mal deutlich zu machen, worauf ich hinaus will:
a) Hund bläht die Backen, Halter sagt: is nich, Hund bleibt liegen und
protestiert mit einem gequetschtem "Wuff"
b) Hund bläht die Backen, Halter sagt: is nich, Hund steht mit gefühlten
zwei Meter fuffzich da, fixiert das Objekt der Begierde, hält aber (er
ist ja nicht blöd), die Klappe, und bekommt dafür ein Leckerli.
>>> - ihn sofort abrufen und mit ihm spielen?
>> Der Abruf funktioniert ja offensichtlich nicht, sonst wärest Du wohl
kaum mit
>> diesem Problem hier aufgeschlagen.
> Der Abruf funktioniert schon (meistens), aber bestätigt das nicht Hundi
> darin, daß seine Mitteilung für mich "lebensnotwendig" war,
und nächs-
> tens wieder Alarm gegeben wird, bis ich reagiere?
Nein, nein und nochmals nein.
>>> - Ignorieren wenn er bellt?
>> In diesem Zusammenhang wohl kaum.
> Weshalb nicht, er möchte mir etwas sagen, und wenn ich nicht darauf
> reagiere?
Dann wird er lernen, daß es Dir schnuppe ist und weiter seinen Film
durchziehen.
>>> - Schleppleine, und ins Haus ziehen, wenn es zu schlimm wird?
>> Aaargh.
> Nein nicht mir Gewalt, sondern er soll erkennen, daß ich mit seinem
> Bellen nicht glücklich bin. Ich möchte _nicht_
"zurückbellen", oder ihm
> das Mail zubinden, was übrigens ein lustiges Spiel sein kann.
Nein, eine gewaltsame Anwendung wollte ich nicht unterstellen.
Ich finde es nur vollkommen absurd, in diesem Zusammenhang eine
Schleppleine in Erwägung zu ziehen. Mach die verdammte Tür zum Garten
zu, wenn Du beschäftigt bist und nicht aufpassen kannst.
Himmelherrgottnochmal. <zensiert> %$§//$#) </zensiert>
>>> - schimpfen und bestrafen? - wie bestrafen?
>> Nimm eine Zeitung, rolle sie zusammen und schlag sie Dir mindestens
dreimal an
>> die Stirn, hilfsweise sollte auch der Hinterkopf in Frage kommen :-)
> Du meinst, daß hilft?
Ja.
Sonst hätte ich das wohl nicht geschrieben.
>>> Nun Ja, einerlei, was ich tue, anschließend kommt er zu mir, und
>>> schlabbert mich ab und holt sich seine Streicheleinheiten.
>> Also hast Du das alles schon ausprobiert? Und Ergebnis war
gleichbleibend, daß
>> Hundi irgendwann fröhlich angewackelt kam, nachdem er ausgebellt
hatte?
> Eher angeschlichen, nachdem ich das Bellen unterbunden habe ...
>> Wie alt ist der Hund,
> 7 1/2 Jahre, er kennt keinen Garten
Gutes Alter. Da geht noch richtig viel!
Wieso kennt er keinen Garten, was meinst Du damit? Zwingerhaltung?
Großstadthund? Nie einen eigenen Garten gehabt? ...?
>> wie lange bei Dir,
> erst wenige Tage (wehret den Anfängen)
ACK.
Und genau deshalb solltest Du verhindern, daß Dein Hund *unkontrolliert*
Zugang zum Garten hat. Tür zu.
>> warum ist er schneller am Zaun als Du,
> Hundi hat eine gute Reaktion, und 3 Meter Vorsprung.
Tür zu, verdammt :-)
>> wie kann man sich das Bellen vorstellen (10 Sekunden laute
Freude oder
>> minutenlanges Dauergekläffe) etc.
> Eher laute Freude, solange wie der Reiz da ist, oder man von Nachbarin
> gestreichelt wird, (wenn sie sich traut ...)
Jetzt werde ich aber hellhörig...ich weiß nicht, ob ich Dich jetzt
richtig verstanden habe: Hundi kläfft, bis er von der Nachbarin
gestreichelt wird?
>> Hast Du denn überhaupt eine Chance? Letztendlich ist ja nicht die
Sympathie
>> der Nachbarn, sondern der Wille des Vermieters und dessen
Rechtskenntnis bei
>> der Vertragsgestaltung maßgeblich.
> Die Sympatie der Nachbarn ist da, wenn das Bellen nicht zum Nervfaktor
> wird, und ich bin Eigentümer der Wohnung.
Gute Voraussetzungen.
Als Anregung kann ich Dir nur folgendes auf den Weg geben:
- Hundeschule/Trainer
- Hund hat keinen *unkontrollierten* Zugang zum Garten. Tür zu, wenn Du
das nicht sicherstellen kannst.
- Üben, üben, üben. Die Nachbarn zu einem Happening bitten - immer am
Zaun vorbeimarschieren, Hund nicht beachten. Du beachtest ihn
auch
nicht. Keine Streicheleinheiten, keine Leckerlis. Warum auch, es
ist
ja nix los :-)
Alle Anregungen ohne Gewähr.
Gruß, Catharina & Inquisatorin Lissy, die erst ab nächster Woche einen
eigenen Garten hat