Deutsche Sprache, schwere Sprache
Deutschland im Bildungsschock. 250.000 Schüler aus 32 Staaten stellten
ihr Wissen bei der Schulstudie "Pisa" unter Beweis. Die deutschen
Teilnehmer schafften es gerade mal auf Platz 25. Besonders im Lesen,
Rechnen und den Naturwissenschaften gehören sie zu den schlechtesten.
Deutsche Schüler haben beim weltweit größten Schülertest "Pisa"
(Programme for International Student Assessment) miserabel
abgeschnitten. Unter 32 Staaten belegt die Bundesrepublik gerade einmal
Platz 25. Die im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführte Studie, die Anfang
dieser Woche veröffentlicht wird, untersuchte unter anderem die Lese-
und Textkompetenz von mehreren hunderttausend Mädchen und Jungen im
Alter von 15 Jahren.
Schüler können nicht mehr richtig lesen
Während Finnland, Korea, Kanada und Japan Spitze sind im Umgang mit der
eigenen Sprache, findet sich die Bundesrepublik im Umfeld von Russland,
Rumänien und Brasilien im unteren Viertel wieder. Bei einigen
Leistungskriterien liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz, gefolgt
nur noch von Mexiko. Rund 20 Prozent der deutschen Jugendlichen
erreichen bei der Lesekompetenz lediglich die niedrigste
Leistungsstufe. Diesen Schülern fehlt weitgehend die Fähigkeit,
komplizierte Texte zu erfassen. Sie sind dadurch kaum in der Lage,
schwierige mathematische und naturwissenschaftliche Sachverhalte zu
verstehen.
Die Mehrheit dieser leistungsschwachen Schüler ist männlich und stammt
aus sozial schwachem Milieu. Die Chancen von sozial benachteiligten
Kindern sind nach der über 500 Seiten starken Studie in Deutschland
dramatisch schlechter als in den meisten anderen Staaten. Insbesondere
Kinder von Einwanderern haben es schwer, die sprachliche Integration
scheint in weiten Teilen unzureichend. Insgesamt sind in kaum einem
Land die Unterschiede zwischen guten und schlechten Schülern so groß
wie in der Bundesrepublik.
Katastrophale Ergebnisse
"30 Jahre sozialdemokratischer Schulpolitik waren offenbar
vergebens",
heißt es in einem SPD-geführten Bildungsministerium: "Die Ergebnisse
sind schlicht katastrophal." Für die Kultusministerkonferenz, der Ende
vergangener Woche die Ergebnisse mitgeteilt wurden, sind die Pisa-
Resultate ein Fiasko. Schon bei der im vergangenen Jahr
veröffentlichten so genannten Timss/III-Studie (Third International
Mathematics and Science Study), die mathematisches und
naturwissenschaftliches Können von Schülern in 24 Ländern analysierte,
landete Deutschland nur im hinteren Mittelfeld.
Während Kritiker solche Tests wenig aussagekräftig und zu
holzschnittartig finden, hält die baden-württembergische
Kultusministerin Annette Schavan sie für "unverzichtbar, um die
Qualität der Schulen zu verbessern". "Wir können uns die
Pisa-Debatte
nicht ersparen", so die Christdemokratin.
Quelle:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,170816,00.html
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greetings from Marburg, Carsten
Sqrt(234)=? , 0.9p=1! , die letzte Kuh macht das
Gatter zu ...