On 30 Mai, 14:07, jannei...@gmx.de wrote:
- Hide quoted text -- Show quoted text -> NPD-Fraktion stellt Dringlichen
Antrag auf Einsetzung eines
> Untersuchungsausschusses zur Mafia-Affäre
> Die NPD-Fraktion hat heute einen Dringlichen Antrag auf Einsetzung
> eines Untersuchungsausschusses eingebracht, um die Verantwortung des
> sächsischen Innenministeriums und des sächsischen Justizministeriums
> für Mängel und nicht nachvollziehbare Nachlässigkeit bei der
> Aufklärung von Strukturen organisierter Kriminalität in Sachsen sowie
> die Verantwortung der Staatsregierung für die jahrelange
> Nichtverfolgung ermittelter Korruptions- und Straftatbestände zu
> ermitteln.
> In den vergangenen Wochen hatten Nachrichten über ein in Sachsen
> agierendes Netzwerk organisierter Kriminalität bundesweit für
> Schlagzeilen gesorgt. Das Mafia-Netzwerk war schon jahrelang vom
> sächsischen ,,Landesamt für Verfassungsschutz" (LfV) beobachtet
worden,
> was zu einem datenschutzrechtlichen Streit über den Umgang mit den
> gesammelten Informationen geführt hatte. Nach Medienberichten reichen
> die in den Akten des LfV enthaltenen Vorwürfe von Amtsmißbrauch,
> Immobilienschiebereien, Kinderprostitution, Bandenkriminalität und
> Geldwäsche bis hin zu Verstrickungen des Mafia-Netzwerks in zwei Morde
> und einen Mordversuch in Leipzigs Immobilienbranche.
> Die Strukturen der organisierten Kriminalität in Sachsen sollen dabei
> auch Teile der Spitzen von Polizei, Justiz und Politik umfaßt haben.
> Eine der schwerwiegendsten und bislang ungeklärten Fragen im
> Zusammenhang mit den vom LfV gesammelten Informationen ist die, wieso
> das Material mit Daten über schwerste Strafrechtsverstöße nicht
früher
> an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben wurden, und vor allem,
> wieso nicht die Parlamentarische Kontrollkommission (PKK) früher über
> die betreffenden Erkenntnisse informiert wurde. In der Vorgehensweise
> des sogenannten ,,Landesamtes für Verfassungsschutz" wird nach
Ansicht
> der NPD-Fraktion erneut die de facto fehlende parlamentarische
> Kontrolle der Geheimdienste deutlich, die offensichtlich in immer
> stärkerem Ausmaß ein Eigenleben führen, das sie zu einem ,,Staat im
> Staate" macht.
> Dr. Johannes Müller, parlamentarischer Geschäftsführer der NPD-
> Fraktion, erklärte zu dem heute eingereichten Dringlichen Antrag:
> ,,Die Mafia-Strukturen, die in den Medien auch als ,Leipziger
> Klüngel‛ oder ,Abseits-Komplex‛ bezeichnet werden,
> umfassen nach den Quellen des Verfassungsschutzes Politiker,
> Staatsanwälte, Richter, Rechtsanwälte, Polizisten, Bauunternehmer und
> Immobilienmakler. Das Konvolut enthält Hinweise auf Korruption,
> Amtsmißbrauch, Verrat von Dienstgeheimnissen, auf
> Immobilienschiebereien, auf Kontakte von bekannten Politikern ins
> Rotlichtmilieu, auf Verbindungen in die Pädophilenszene, ja sogar auf
> schwerste Verbrechen wie versuchten Mord, Kindesmißbrauch und
> Auftragsmord.
> Die Schwere der im Raum stehenden Vorwürfe kann gar nicht höher sein.
> Eine Sondersitzung des Landtages, wie von der Linksfraktion beantragt,
> ist angesichts der Dimension der Verbrechen, über die gesprochen wird,
> nicht das geeignete parlamentarische Instrument. Was soll dabei
> herauskommen, wenn stundenlang nur über die Mafia-Strukturen geredet
> wird und sich der Landtag wieder einseitig auf das verlassen muß, was
> die Staatsregierung preisgeben will? Was wir jetzt brauchen, ist ein
> Untersuchungsausschuß, der die politische Verantwortung für die
> Nachlässigkeit im Umgang mit den Mafia-Strukturen feststellt.
> Wenn der Korruptions-Experte Jürgen Roth in einem Interview mit der
> ,Berliner Zeitung‛ feststellt, in Sachsen herrsche ,ein Gebräu
> aus politischer Unterwürfigkeit in Polizei und Justiz einerseits und
> autoritär bürokratischem Gehabe in den mittleren Leitungsebenen der
> Ministerien, das die Entstehung der kriminellen Netzwerke in Sachsen
> erst möglich gemacht hat‛, dann ist das 17 Jahre nach der
Wende
> das schlimmstmögliche Zeugnis, das man der politischen Klasse in
> Sachsen ausstellen kann.
> Was wir jetzt brauchen ist die denkbar rückhaltloseste Aufklärung, die
> nur durch einen Untersuchungsausschuß geleistet werden kann."
> 29.05.2007
> Verantwortlich:
> Arne Schimmer
> Pressesprecher der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
Von Sachsen ist mir (leider) nichts bekannt. Von Berlin weiß ich aber
von einem direkt in der Sache involvierten Kriminaler, daß von
politischer Seite Zugriffe auf "Zielobjekte" in letzter Minute
verhindert werden und auch alle weitere zukünftige Aktionen beendet
werden. Dies oft nach jahrelanger beweiserbringender Arbeit. Er weiß
nicht, wofür er eigentlich arbeitet und ist total frustriert.